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Softline Gruppe veröffentlicht vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2019

EBITDA auf Konzernebene gegenüber Vorjahr um 25 Prozent auf 1,0 – 1,1 Mio. EUR gesteigert (inkl. Sonderbelastung von -0,2 Mio.) // Umsatzplus von 16 Prozent auf 30 Mio. EUR für das Gesamtjahr 2019 // Auftragsbestand auf 23,9 Mio. EUR deutlich ausgebaut // Restrukturierungsmaßnahmen in Frankreich führen zu Abwertungsbedarf im Einzelabschluss 2019 der Softline AG // Aufgrund hoher Wachstumsinvestitionen Ergebnisrückgang auf 0,6 bis 0,8 (EBITDA) für 2020 prognostiziert

Leipzig, 01. April 2020 – Die Softline Gruppe, ein international tätiges IT‑Beratungsunternehmen mit Fokus auf Software Asset Management (SAM), Informations- und IT-Sicherheit, Digital Workplace sowie Cloud und Future Datacenter veröffentlicht heute die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2019.

EBITDA auf Konzernebene gegenüber Vorjahr um 25 Prozent gesteigert

Nach einem ergebnisstarken vierten Quartal liegt das EBITDA auf Konzernebene mit ca. 1,0 Mio. EUR  25 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Bereinigt um die einmaligen Restrukturierungsaufwendungen für die Ländergesellschaft in Frankreich betrug das adjustierte EBITDA 1,2 Mio. EUR, was einem Ergebniswachstum von 50 Prozent entspricht.

Während in der DACH-Region eine Ergebnissteigerung von ca. 30 Prozent oder 0,4 Mio. EUR gegenüber Vorjahr erzielt wurde, konnte auch das Ergebnis in den Auslandsgesellschaften ausgebaut werden. In der Region Northern Europe (vorwiegend BENELUX und UK) wurde das Ergebnis (ohne Sondereffekte) nach einem negativen ersten Halbjahr insbesondere im zweiten Halbjahr um 175 TEUR auf über 60 TEUR gesteigert (Vorjahr: 4 TEUR). Auf Basis des umfangreichen Auftragsbestands zum Jahresende sowie der hohen Auslastung im vierten Quartal wird davon ausgegangen, dass die positive Geschäftsentwicklung in dieser Region auch in 2020 fortgesetzt werden kann.

In der französischen Gesellschaft ging der Verlust gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen von 0,35 Mio. EUR auf 0,25 Mio. EUR zurück.

Das aktuell erwartete operative Ergebnis auf EBITDA-Ebene von 1,2 Mio. EUR wird im Rahmen des Konzernabschlusses noch durch Sondereffekte und Rückstellungen auf Personalseite sowie Restrukturierungsmaßnahmen in der französischen Gesellschaft i. H. v. ca. 0,2 Mio. EUR belastet. Wir rechnen daher mit einem konsolidierten EBITDA von 1,0 Mio. EUR zum Jahresende.

Umsatzsteigerung um 16 Prozent auf 30,0 Mio. EUR

Bereits das fünfte Jahr in Folge konnte die Softline Gruppe im Geschäftsjahr 2019 ihre Umsatzerlöse erneut deutlich steigern und mit 30,0 Mio. EUR ein Umsatzplus von ca. 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielen.

Die Geschäftsbereiche Software Asset Management und IT-Consulting ꟷ mit den Kernthemen Informations- und IT-Sicherheits- sowie Infrastruktur- und Virtualisierungs-beratung ꟷ sind in absoluten Zahlen mit 2,7 Mio. EUR gegenüber Vorjahr am stärksten gewachsen. Auch der seit Anfang dieses Jahres separat geführte Bereich Managed Services (SAMmanaged, Managed Cloud & DC Services, Managed Workplace Services etc.) konnte bereits im ersten Jahr eine deutliche Umsatzsteigerung von ca. 22 Prozent auf 2,1 Mio. EUR erzielen.

In den Bereichen Managed Field Services und Recruiting der Münchener Gesellschaft hat der Umsatz im Geschäftsjahr 2019 aufgrund einer sehr guten Projektlage gegenüber Vorjahr um ca. 15 Prozent zugelegt.

Das Geschäft unserer französischen Tochtergesellschaft im Bereich Softwarevertrieb und begleitende Dienstleistungen ist wie erwartet weiter zurückgegangen.

Auftragsbestand auf 23,9 Mio. EUR deutlich ausgebaut

Der Auftragsbestand der gesamten Softline Gruppe konnte erneut gesteigert werden und beträgt zum Jahresende 23,9 Mio. EUR (Vorjahr: 23,3 Mio. EUR). Davon entfallen ca. 15,1 Mio. EUR für das Jahr 2020, 6,2 Mio. EUR für 2021 und bereits 2,4 Mio. EUR für 2022. Während in der DACH-Region der Auftragsbestand aufgrund der fortlaufenden Abarbeitung lang laufender Aufträge im Bereich Managed Field Services um ca. 2,7 Mio. EUR zurückgegangen ist, konnte der Auftragsbestand in der Region Northern Europe von 4,3 Mio. EUR Ende 2018 auf 8,4 Mio. EUR zu Ende 2019 nahezu verdoppelt werden.

Abwertungsbedarf im Einzelabschluss 2019 der Softline AG

Wir werden uns im laufenden Jahr in der DACH-Region auf unsere margenstarken Geschäftsbereiche konzentrieren und uns noch in der ersten Jahreshälfte 2020 aus dem nicht profitablen Softwaregeschäft in Frankreich zurückziehen. Folgend aus den geplanten Restrukturierungsaufwendungen erwarten wir für den Einzelabschluss 2019 der Softline AG eine Abwertung des Beteiligungsbuchwertes der französischen Tochtergesellschaft in Höhe von ca. 2,5 –  3,1Mio. EUR. Dementsprechend reduziert sich das Eigenkapital der Softline AG um den gleichen Betrag.

Ergebnisprognose für 2020: 0,6 – 0,8 Mio. EUR EBITDA

Mit den erzielten Umsätzen im vergangenen Jahr, dem erwirtschafteten operativen Ergebnis und dem umfangreichen Auftragsbestand zum Jahresende haben wir die Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum geschaffen. Wir haben uns vorgenommen, insbesondere in den Jahren 2021 und 2022 zweistellig zu wachsen und streben dabei eine EBITDA-Ebene im oberen einstelligen Bereich an.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir bereits im vergangenen Jahr begonnen, unsere Büroräume in Leipzig deutlich zu erweitern und zu modernisieren. Der Ausbau der Räumlichkeiten ist notwendig, da eine stufenweise Verlagerung der Field Services Aktivitäten aus München in das margenstarke Consulting Geschäft in Leipzig erfolgen wird. Die Umschichtung in der Umsatzstruktur und die aktuell noch nicht abschätzbaren Effekte aus der Corona-Krise führen deshalb im laufenden Jahr voraussichtlich zu einem Umsatzrückgang.

Die aus der Umschichtung des Portfolios resultierende Margenverbesserung in den Projekt-Deckungsbeiträgen werden wir zunächst für Investitionen in den Ausbau der Vertriebsorganisation sowie Fachspezialisten in den Bereichen Software Asset Management, Cloud und Managed Services investieren. Zusätzlich zu den um ca. 0,2 Mio. EUR pro Jahr gestiegenen Raumkosten rechnen wir für das kommende Jahr mit Wachstumskosten von ca. 0,5 – 0,7 Mio. EUR.

Das Jahr 2020 betrachten wir somit als Übergangsjahr für den Ausweis der Wachstumsstrategie in den Finanzkennzahlen. Daraus resultierend prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2020 ein reduziertes operatives Ergebnis auf EBITDA-Ebene von 0,6 – 0,8 Mio. EUR, legen damit aber den Grundstein für nachhaltiges Umsatz- und Ergebniswachstum in den Jahren 2021 und 2022.

Martin Schaletzky, Vorstand der Softline AG, kommentiert die Ergebnisse wie folgt:
„Die Umsatz- und insbesondere Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2019 bestätigt uns erneut in unserer Wachstumsstrategie. Anfang dieses Jahres sind wir bereits mit einem hohen Auftragsbestand gestartet und haben es geschafft, das gesamte Jahr 2019 die Margenqualität und damit auch das operative Ergebnis sukzessive zu erhöhen. Wir sind erneut in unseren Kernportfoliobereichen ‚Software Asset Management‘, ‚Informations- und IT-Sicherheit‘, ‚Cloud und Future Data Center‘ sowie ‚Digital Workplace‘ gewachsen und haben nicht nur in der DACH-Region, sondern auch in der Region Northern Europe deutlich zugelegt. Haben wir in den vergangenen Jahren vorwiegend in das laufende Geschäft investiert, werden wir in diesem und den kommenden Jahren einen großen Fokus auf unser Wachstum und die strategische Weiterentwicklung der Softline Gruppe legen. Wir werden uns noch stärker auf unser margenstarkes Geschäft konzentrieren, dieses weiter ausbauen und darüber hinaus den Anforderungen und Herausforderungen unserer Kunden entsprechend unser Beratungsportfolio weiterentwickeln. Der Rückzug aus dem französischen Softwarevertrieb wird in 2020 unseren Umsatz leicht belasten. Durch die Investition in das Wachstum unseres margenstarken Beratungsgeschäfts rechnen wir im laufenden Jahr mit einem Ergebnisrückgang, planen jedoch eine deutliche Ergebnissteigerung bis Ende 2022“, erklärt Martin Schaletzky.

„Die Weichen für die Zukunft sind gestellt, unsere Mannschaft ist bestens ausgebildet und hochmotiviert und wir freuen uns darauf, die Softline Gruppe in den nächsten Jahren nochmals deutlich über das bisher Erreichte hinaus weiterzuentwickeln. Die aktuelle Corona-Krise ist eine Herausforderung, da wir insbesondere bei mittelständischen und kleineren Kunden Projektstops und Umsatzrückgänge verzeichnen. Dies könnte sich auch belastend auf das geplante Ergebnis auswirken. Gleichzeitig stellen wir aber eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Beratung in dem Bereich Digital Workplace und Cloud Computing fest. Wir gehen daher optimistisch und gut gerüstet in diese Krise“, so Schaletzky weiter.

Als nicht operativ tätige Holding wird die Softline AG unter Einbeziehung der Umsatzzahlen und Ergebnisse ihrer inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften im Mai 2020 den Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2019 veröffentlichen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.softline-group.com.