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Microsoft Secure Productive Enterprise

Aus der »Enterprise Cloud Suite« (ECS) wird »Secure Productive Enterprise« (SPE). Seit Oktober 2016 bietet Microsoft seinen Kunden eine neue Lizenzlösung für sicheres und flexibles, mobiles Arbeiten an – unabhängig von der Anzahl der Geräte und des installierten Betriebssystems.

Was ist die Secure Productive Enterprise Suite?

Secure Productive Enterprise ist eine nutzerbasierte Abonnement-Lizenz. Sie vereint in einer Suite die Online-Services Office 365, Enterprise Mobility Suite und Security (EMS) und Windows 10 Enterprise. Diese Suite ist in zwei Varianten verfügbar:

Secure Productive Enterprise E3

Secure Productive Enterprise E5

Office 365 E3  

Office 365 E5

Enterprise Mobility Suite & Security (EMS) E3

Enterprise Mobility Suite & Security (EMS) E5

Windows 10 Enterprise E3       

Windows 10 Enterprise E5

 

Quelle: Microsoft

Beide Varianten haben die Besonderheit, dass sie jeweils eine Kopie der Volumenlizenz von Office Professional Plus enthalten. Diese ermöglicht es dem Nutzer, während der Abonnementlaufzeit eine lokale Installation von Office Professional Plus zu installieren. Diese Installation beinhaltet zudem Downgrade-Berechtigungen. Somit können Kunden über diesen Weg auch ältere Versionen von Office Professional Plus installieren.

Allerdings gilt dies nur unter der Voraussetzung, dass das Unternehmen bereits bestehende Lizenzen von Office Professional Plus mit aktiver Software Assurance im Einsatz hat. Das ist vor allem für Unternehmen mit Geräten ohne Internet-Zugang interessant, da die »klassische« Office Installation keine Internetverbindung für die Berechtigungsprüfung benötigt.

Als weitere Besonderheit gewährt SPE lokale Nutzungsrechte für SharePoint, Exchange und Skype for Business Server im Eigenbetrieb. Für SPE berechtigte Nutzer müssen somit beim Zugriff auf die im eigenen Rechenzentrum installierten Server, keine zusätzlichen Serverlizenzen erwerben. Ebenfalls ersetzt SPE die dazugehörigen Zugriffslizenzen (Client Access Licenses, CALs)

Die Nutzungs- und Zugriffsrechte von SPE ermöglichen Unternehmen eine sogenannte Hybride Umgebung, d. h. es besteht die Möglichkeit, die Technologie entweder aus der Cloud zu beziehen oder die Software lokal zur Verfügung zu stellen.

Welche Lizenzierungsoptionen gibt es?

SPE kann über das Enterprise Agreement (EA), die Enterprise Agreement Subscription (EAS) und über das Microsoft Products & Services Agreement (MPSA) erworben werden. Im MPSA kann SPE nur als Neulizenz bzw. volle Nutzer-Abonnementlizenzen erworben werden. Im EA bzw. EAS gibt es hingegen folgende Erwerbsmöglichkeiten:

Add-on Nutzer-Abonnementlizenzen

From SA Nutzer-Abonnementlizenzen

Volle Nutzer-Abonnementlizenzen

Ergänzend zum Professional Desktop bzw. Enterprise Desktop

Transition vom Professional Desktop bzw. Enterprise zu SPE

Neulizenzierung

Quelle: Microsoft

Windows 10 Enterprise als Nutzer-Abonnementlizenz

Innerhalb von SPE wird das Windows-Desktopbetriebssystem pro Nutzer lizenziert. Die Windows-Gerätelizenz wird – unter der Voraussetzung, dass der zu lizenzierende Nutzer über ein Gerät verfügt, das für Windows Pro, Windows Enterprise oder Windows Virtual Desktop Access (VDA) lizenziert ist und zudem sein Hauptgerät ist – durch eine Nutzer-Abonnementlizenz erweitert.
Windows 10 Enterprise steht unter SPE in zwei Varianten zur Verfügung: Windows 10 Enterprise E3 und Windows Enterprise E5. Der E5 Plan von Windows Enterprise bietet zusätzliche Funktionalitäten wie beispielsweise die Windows Defender Advanced Threat Protection.

Zusammenfassung:

Die von Microsoft neu eingeführte Lizenzierungslösung bietet Unternehmen die Möglichkeit, nahezu alle Nutzungsvarianten mit einem Produkt abzubilden. Dies wird durch ein vereinfachtes Lizenzierungsmodell pro Nutzer mittels Nutzer-Abonnementlizenzen für Office 365, EMS und Windows 10 Enterprise gewährleistet. Bei der Wahl von SPE in Verbindung mit den inbegriffenen, hybriden Nutzungs- und Zugriffsrechten ergeben sich Kosteneinsparungspotenziale für Unternehmen die Onlineservices von Microsoft künftig vermehrt oder vollständig nutzen wollen.

Wir unterstützen Sie bei der Wahl der richtigen Lizenzierungsvariante, denn dank Step-Up-Lizenzen und der Berücksichtigung vorheriger Software-Investitionen existieren mehrere Wege, um von den Einzelkomponenten zu SPE E3 oder SPE E5 zu gelangen. Wenn Sie Fragen zum Thema Secure Productive Enterprise haben, beraten wir Sie gerne.


Frank Petersen | Tags: Software Asset Management, Microsoft, Office 365, Lizenzmanagement, Windows 10, Secure Productive Enterprise