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Ankündigung Windows Server 2016

Kurz vor Weihnachten hat Microsoft ein besonderes Geschenk für seine Kunden angekündigt: Das offizielle Release der Version 2016 des Windows Servers. Diese Veröffentlichung wird sich noch ein wenig verzögern – aber sie kommt! Im Januar ist in den aktuellen Product Terms (früher: Product Use Rights) noch keine Erklärung zur neuen Version zu finden. Microsoft hat jedoch erste Informationen im Rahmen eines »Licensing Datasheets« veröffentlicht. Bis zum endgültigen Release-Datum könnte sich daher noch das ein oder andere Detail verändern.

Die wichtigste Veränderung betrifft das Lizenzmodell des Windows Server 2016. Zukünftig werden auch die Microsoft Server Betriebssysteme im »Pro-Core-Modell« lizenziert. Der Hersteller aus Redmond verfolgt somit eine ähnliche Strategie, wie bei der Umstellung des SQL-Server 2008 R2 auf das neue Lizenzmodell für den SQL-Server 2012. Einziger Unterschied: Es sind für den Windows Server weiterhin Client Access Lizenzen (CALs) für jedes zugreifende Gerät oder jeden zugreifenden Nutzer notwendig.

Das neue Lizenzmodell im Detail

Für den neuen Windows Server 2016 müssen alle physikalischen Cores des Servers lizenziert werden. Dabei gilt eine Mindestlizenzierung von 8 Cores pro Prozessor und 16 Cores pro Server. Microsoft verspricht in der Ankündigung, dass sich die Preise für einen Server mit max. 16 Cores im Vergleich zum alten Lizenzmodell der Version 2012 R2 nicht erhöhen werden. Sobald jedoch mehr als 16 Cores zum Einsatz kommen, werden zusätzliche Lizenzen erforderlich – und damit steigen die Kosten. Auch beim Windows Server werden die Core-Lizenzen immer nur in 2er-Paketen, den sogenannten »2-Core-Packs« angeboten.

Übergang von alt zu neu

Wenn Ihre aktuellen Windows Server Lizenzen unter SA stehen, bietet Microsoft ein sehr attraktives Überführungsangebot an. Generell werden alle bestehenden Prozessor-Lizenzen (2-Proc-Licenses) in
8x  2-Core-Pakete überführt. Dadurch ergibt sich eine Gesamtsumme von 16 Core-Lizenzen. Kunden, die bereits heute Server mit mehr als 16 Cores einsetzen, können ihre Prozessor-Lizenzen so umwandeln, dass der Betrieb weiterhin sichergestellt ist. Anstelle von 16 Core-Lizenzen können Sie auch 20, 24 oder mehr erhalten. Die folgenden Beispiele sollen die Umwandlungsszenarien beispielhaft nachstellen:

  • 1x Server mit 4-QuadCore-CPUs
    Vorhandene Lizenzen: 2 Prozessorlizenzen (ermöglichen bis zu 4 CPU Lizenzen)
    Umgewandelte Lizenzen: 2 x 8 Core-Packs = 16 Core-Packs = 32 Core-Lizenzen

  • 1x Server mit 4 CPUs à 12 Cores
    Vorhandene Lizenzen: 2 Prozessorlizenz (ermöglichen bis zu 2 CPU Lizenzen)
    Umgewandelte Lizenzen (Minimum): 2 x 8 Core-Packs = 16 Core-Packs = 32 Core-Lizenze
    Umgewandelte Lizenzen (Optimiert): 2 x 12 Core-Packs = 24 Core-Packs = 48 Core-Lizenzen

Für die optimierte Umwandlung sind technische Voraussetzungen und Nachweise erforderlich. Gerne beraten wir Sie hierzu und bereiten Sie auf die neue Windows Server Version vor.

 

Christian Ludwig | Tags: License Management, Software Asset Management, Flexera Flexnet Manager, SQL Server, Microsoft